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Auszug aus der ZBO Lewitzer
Zuchtbuch für Stuten
Hauptstutbuch I (Früher Haupt-stammbuch) (Hauptabteilung des Zuchtbuches) Eingetragen werden frühestens im dritten Lebensjahr Stuten der Sektion A deren Väter im Hengstbuch I oder einer entsprechenden Abteilung des Zuchtbuches einer Züchtervereinigung eingetragen sind und deren Mütter und mütterlichen Großmütter in das Zuchtbuch einer Züchtervereinigung eingetragen sind, die in der Bewertung der äußeren Erscheinung gem. § 14 ZBO / MV / MV eine Gesamtnote von 6,0 erreichen, wobei die Wertnote 5,0 in keinem Eintragungs-merkmal unterschritten wurde. Die Eintragung von Stuten in das Hauptstutbuch I einer tierzuchtrechtlich anerkannten FN-Mitgliedszucht-vereinigung ist von anderen tierzuchtrechtlich anerkannten FN-Mitglieds-organisationen unter Einreichung und Bezugnahme auf das Protokoll der Bewertung der äußeren Erscheinung zu übernehmen.
Hauptstutbuch II (Früheres Stutbuch) (Hauptabteilung des Zuchtbuches)
Eingetragen werden frühestens im dritten Lebensjahr Stuten der Sektion A und B, deren Väter mindestens in das Hengstbuch II oder einer entsprechenden Abteilung des Zuchtbuches einer Züchtervereinigung eingetragen sind und deren Mütter und mütterlichen Großmütter in das Zuchtbuch einer Züchtervereinigung eingetragen sind.
Das Vorbuch ist seit 31.10.2005 geschlossen.
Größe: 130 cm – 148 cm
Farben
Abteilung A: ausschließlich Tobianoscheckung (Plattenscheckung) in allen Grundfarben – außer Schimmel
Abteilung B: alle anderen Farben – außer Overo- und Tigerscheckung
Kopf: trocken; großes, klares Auge; ausreichend breite Stirn; mittellange Ohren; gerade bis leicht konkaver Nasenrücken; ausreichend Gamaschenfreiheit
Hals: mittellange, gut ausgeformte Halsung, nicht zu hoch angesetzt; Unterhals unerwünscht
Körper: ausgeglichene Proportionen – nicht zu lang; ausgeprägter Widerrist; gut bemuskelte Schulter mit ausreichend Schulterfreiheit und guter Brusttiefe und –breite; geschlossene Mittelhand; gut bemuskelte lange mäßig geneigte Kruppe
Fundament: trocken, kräftig mit gut ausgebildeten Gelenken und gut geformten Hufen; korrekte Gliedmaßenstellung
Bewegungsablauf: raumgreifend, taktmäßig, ausreichend elastisch bei leichter Aktion mit deutlichem Schub aus der Hinterhand
Einsatzmöglichkeiten: vielseitig einsetzbares Reit- und Fahrpony für Freizeit- und Turniersport im Kinder- und Jugendbereich
besondere Merkmale: robust; anspruchslos; umgängliches, freundliches Temperament; charakterstark; gelehrig; fruchtbar; langlebig; leistungsbereit; schnelles Regenerationsvermögen
Ursprung:
Der Ursprung der Lewitzer lag vornehmlich im Gebiet um Teterow der "Mecklenburgischen Schweiz". Von hier nahmen die ersten 7 Ponys, 2 Hengstfohlen: Salto B 385 und Sekt und 5 Stutfohlen: Liane, Resi, Rosi, Soligirl und Rekja (alles Schecken) ihren Weg in die Lewitz. Die Lewitz ist ein Naturschutzgebiet in Mecklenburg Vorpommern mit Wäldern, endlosen Wiesen- und Weideflächen und zahlreichen Fischteichen. Dort stand und steht heute noch das Gestüt Lewitz, in der ehemaligen DDR unter dem Namen Volkseigenes Gut in Neustadt-Glewe.
Zuchtbeginn:
Hauptsächlich wurden dort Warmblüter gezüchtet. Der langjährige Direktor des VEGs, Dipl. Landwirt Herr Ulrich Schafenorth suchte jedoch für die Kinder seiner Mitarbeiter und Lehrlinge eine weitere Pferderasse. Mit den 7 Scheckfohlen fand Herr Schafenorth die gesuchten Ponys und begeisterte sich insbesondere an deren Charakter, ihrer Verläßlichkeit und ihrer ausgeprägten Leistungsbereitschaft.
Folglich wurde die Zucht 1971 auf diesen bunten Pony´s ausgerichtet.
Namengebung:
Die Namengebung "Lewitzer" war naheliegend und wurde auch durch den Hintergrund gestützt, daß mittels des VEG ein Zuchtbetrieb existierte, der seinen Charakter nach alle Bedingungen des Hauptgestütes erfüllte und gewissermaßen ein Garant für das Gelingen des Vorhabens war.
Rassebegründer:
Aus der Anpaarung des Stammhengstes Salto B 385 und der Stute Resi fielen die Hengste Satan I bis VIII. Von denen Satan V sicherlich der Bedeutendste ist und sich auch heute noch im Besitz von Frau Elli Reimann befindet.
Aus der Anpaarung des Hengstes Sekt und der Stute Resi fiel die Stute Sektperle, die Mutter des bekannten reinerbigen Lewitzerhengstes Peter I.
Aus der Verbindung Rosi und Poncho fiel der reinerbige Lewitzerhengst Passat.
Es entstand ein umgängliches, robustes, mit kräftigem Fundament ausgestattetes Pony, welches sich, ob vor dem Wagen, in Springprüfungen oder bei Reiterspielen ständig im Mittelpunkt der Veranstaltungen befand.
Die Wende:
Die Wende hätte fast das Ende der Lewitzer-Schecken bedeutet, denn das VEG Lewitz wurde in Privathand verkauft und die meisten Lewitzer in alle Winde zerstreut. Nur der unermüdliche Einsatz von Herrn Schafenort ist es zu verdanken das diese Ponyrasse heute noch existiert.
Allgemeines:
Zuchtziel ist ein plattengeschecktes Pony, das weitestgehend dem Zuchtziel des "Deutschen Reitponys" entspricht und für alle Reit- und Fahrzwecke geeignet ist. Abstammungsmäßig wird verlangt, daß mindestens ein Elternteil auf das Gestüt Lewitz in Mecklenburg-Vorpommern zurückzuführen ist. Die Zucht des Lewitzer Schecken wird auch heute von dem neuen Besitzer des Gutes Lewitz, Paul Schockemöhle, fortgeführt. Er hat neue Hengste mit der Scheckfarbe nach Mecklenburg- Vorpommern gebracht, zur Blutauffrischung und Vergrößerung der Wiederristhöhe.
Der Lewitzer ist ein Pferdchen, mit dem es Spaß macht das Gelände zu erobern, egal ob auf dem Rücken oder vor der Kutsche.
Die Ruhe und Sicherheit der Ponys ist augenscheinlich und man kann mit Ihnen unsere Natur in vollen Zügen genießen.
Die Ponys sind sehr robust und in Haltung und Pflege nicht sehr anspruchsvoll.
L e w i t z e r - O f f e n s t a l l
Der Lewitzer
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